Köche und Kellner im Regierungs-Restaurant oder: Wie visiönär war Gerhard Schröder?


Wie richtig Gerhard Schröder doch zu früher rot-grüner Zeit noch lag: Der Große, damals die SPD, macht im Regierungs-Restaurant den Koch, der Kleine, damals Grün, begnügt sich mit der Rolle des Kellners. Was Schröder selbst wohl nicht so ahnte: Seine Analogie griff dem wahren Leben voll voraus.

Wenn das Essen schmeckte, strich der Kellner ordentliches Trinkgeld ein. War das Gericht mal angebrannt, lag die Verantwortlung ganz klar beim Koch.

Im realen Wirtschaftsleben ginge die Geschichte so weiter: Der Kellner spart sein Tringeld, kauft sich eines Tages ein eigenes Restaurant, holt sich den Koch von einst vielleicht als Angestellten.

Kein Wunder, dass die SPD an den Schröder-Spruch von Koch und Kellner nicht mehr erinnert werden will, er heute angeblich keine Gültigkeit mehr haben soll. Aber treffend war er doch – und irgendwie auch visionär…