Lese-Tipp für Ken Folletts „Sturz der Titanen“ – der Jahrhundert-Roman


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Normalerweise ist Skepsis angesagt, wenn ein Buch mit der Ankündigung der Fortsetzung endet. Ken Folletts „Sturz der Titanen“ gehört da vielleicht zu den Ausnahmen. „Winter der Welt“ heißt das Werk, das im September auf Deutsch vorliegen soll, und die Leseprobe auf den letzten Seiten der „Titanen“ führt uns in den deutschen Reichstag, zu dem Tag, an dem die Nationalsozialisten mit dem Ermächtigungsgesetz die Herrschaft an sich reißen, gegen den Widerstand der Helden aus dem ersten Band dieses Jahrhundert-Romans die Welt in einen kalten, dunklen Winter stoßen.

Das Schlachtfeld, auf dem die „Titanen“ des ersten Bandes stürzen, aber meistens überleben, sind die Schlachtfelder des ersten Weltkrieges, des millionenfachen Massengrabes der so genannten „Belle Époque“, die aber nur für die Reichen und Mächtigen die „Schöne Epoche“ war. Continue reading

Zu viele Ideen sind der Geschichte Tod – zu Andreas Eschbachs „Herr aller Dinge“


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Das scheint schon ein Problem mit deutschen Autoren, die einmal wegen einer ungewöhnlichen Idee auf der Bestseller-Liste landeten, dann mit ihrem Stoff wie Andreas Eschbach mit dem „Jesus Video“ sogar verfilmt wurden. Verlage und Publikum verlangen nun nach mehr. Bei der „Billion Dollar“ kam Eschbach, wieder mit einer originelen Idee, dem noch nach, bei „Ausgebrannt“ dagegen konnte man den Titel schon im doppelten Sinn verstehen.

Nun also „Herr aller Dinge„, sicherheitshalber gleich mit etlichen Ideen, weil eine ja wohl niemals reicht, um „alles“ zu beherrschen. Nur: was sind das für Ideen? Continue reading