Lese-Empfehlung für Daniel Wolfs „Das Salz der Erde“ – von der städtischen Revolution im Mittelalter


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Endlich wieder einmal ein historischer Roman, der diese Genre-Bezeichnung auch verdient hat: Daniel Wolf führt mit seinem „Das Salz der Erde“ tatsächlich in die Welt des Hochmittelalters, in die Zeit der aufstrebenden Städte und des allmählichen Niederganges des Ritterstandes.
Was Wolf hier schildert, ist die frühbürgerliche Revolution, der Emanzipationskampf von Händlern und Handwerkern gegen die Bevormundung durch Adel und Klerus, aufgezeigt am Beispiel einer kleinen, gerade 3000 Einwohner zählenden Stadt in Lothringen. Dabei will der Protagonist des Romans hier eigentlich nichts anderes tun als Handel treiben, aber weil Klerus und Adel mit ihren Zöllen und Abgabeforderungen den freien Handel fast unmöglich machen, muss er – wieder Willen – auch den Kampf gegen die Obrigkeit aufnehmen. Continue reading