Keine Angst vor dem Trivialen: Bernard Cornwell – Arthurs letzter Schwur


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Ob ein Erfolgsautor wie Bernard Cornwell auch ein guter Schriftsteller ist, der tiefgründig die psychologische Entwicklung seiner Protagonisten entschlüsselt, ihre Entwicklungslinien darlegt, das sei einmal dahin gestellt. Cornwell erzählt ohne alle Schnörkel spoannende Geschichten, schreibt gute historische Romane – und mehr will man nicht von ihm als Leser nicht. Wenn das trivial sein sollte, dann keine Angst vor dem Trivialen.

Und gerade weil die Geschichte so trivial, so banal ist, ist sie als historischer Roman wohl auch so realistisch: „Arthurs letzter Schwur„, der letzte Teil der Artus-Chroniken.

Die ganz einfache Geschichte: Kelten- und Sachsen-Kleinkönige kämpfen gegen- und untereinander um die Vorherrschaft über Britannien, christliche Priester und heidnische Druiden mischen auf beiden Seiten mit.

Und da setzen sich die christlichen Priester durch, muss sich selbst Arthur ihnen unterordnen: Und sie setzen sich durch, nicht weil sie glaubensfester, „fortschrittlicher“ oder ihren Kontrahenten kulturell überlegen wären, sondern schlicht, weil sie bei der Wahl ihrer Mittel etwas flexibler, skrupelloser, intriganter sind, eher ein Gespür entwickeln, wo die stärkeren Bataillone gerade marschieren.

Und das giibt der Cornwellschen Erzählung eben den Schuss an wahrscheinlichem Realismus, macht seine Geschichte so packend. Geschichte ist nun mal trivial und banal…

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