Jeder muss es schaffen können! Darum: Ehrensold für Wulff!


Und wieder diese deutsche Neiddebatte, angestachelt von Dumpfmedien, deren Chefredakteure für das kümmerliche Salär eines Spitzenpolitikers morgens nicht einmal ihr Haus verlassen würden! Dabei ist der Ehrensold für Wulff genau das Signal, was die Frustrierten und Gedemütigten dieses Landes brauchen, nämlich das Signal: Auch Du kannst es schaffen!

Denn darum geht es doch: Das Sagen in der Wirtschaft haben die, die ohnehin schon mit goldenem Löffel im Mund geboren wurden. (Wer das für eine Phrase hält: Tatsächlich hatte bei den meisten Vorstandsmitgliedern deutscher DAX-Firmen schon der Vater eine Spitzenposition in einem großen Konzern inne.) Und wenn ein Angehöriger dieser Top-Manager-Kaste auf seinem durch Beziehung erlangten Posten so viel wirtschaftlichen Schaden angerichtet hat, dass auch das größte Unternehmen mehr Schaden nicht verkraften würde, trennt man sich mit goldenem Handschlag, kassiert der Verabschiedete für künftiges Gar-Nichts-Tun Beträge, die unseren Ehrensold wohl um Vielfaches übersteigen. Für die Opfer der Fehlentscheidungen unserer so in den Ruhestand geschickten Spitzenkräfte gibt es irgendwann einmal die Regelsätze von Hartz IV.

So kann eine demokratische Gesellschaft doch eigentlich nicht aussehen….

Da kommt nun aber Christian Wulff ins Spiel, der Junge aus einfachsten Verhältnissen, der auf dem Weg nach oben mitnahm, was es so umsonst gab, also tat, was die anderen, die schon von oben kommer, auch so tun – und der dafür dann gehen musste. Aber Wulff als wackerer Demokrat, als Anhänger des Gleichheitsgrundsatzes, setzte da noch ein letztes Fanal: Ich gehe nicht umsonst, verlange, was auch die zum Abschied kriegen, die schon bei Geburt den „Goldenen Löffel“ hatten. Bravo für den durchgesetzten Gleichheits-Grundsatz – auch, wenn die 200 000 Euro Jahresgage in den wirklichen Top-Kreisen keine Erwähnung wert gewesen wären.

Denn das ist das, wonach sich all die Millionen in den Büros und Betrieben sehnen: So viel Mist bauen dürfen wie die Chefs, dann dafür so viel abkassieren, dass sie die Tretmühle nie mehr betreten müssen.

Christian Wulff hat bewiesen, dass auch diese Gesellschaft transparent sein kann. Er hat sich seinen Ehrensold redlich verdient!

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