Mittelalter-Roman mit Fantasy-Zutaten – „Das verschollene Reich“ von Michael Peinkofer


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Wenn deutsche Autoren einen Mittelalter-Roman schreiben, in dem die Kreuzzüge, Tempelrtitter, Saladin und dann auch noch das wundersame Reich des Priesterkönigs Johannes auftauchen, dann muss man leider fast sicher sein: Das wird kein Historien-Roman, das wird wilde Fantasy. Und diese Vermutung beschleicht den Leser auch nach den ersten Seiten von Michael Peinkofers „Das verschollene Reich“. Da sind nämlich rücksichtslose Tempelritter auf der brutalen Suche nach dem Kind mit dem „zweiten Gesicht“.

Das also wird die wundersame, fantasiereiche Erzählung über das sagenhafte Reich des Priesterkönigs, über das „größte Mysterium des Mittelalters“….

Doch die Geschichte gleitet nicht wirklich ab ins Reich der Fantasy – im Gegenteil: ein alter Mönch macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, findet für (fast) alles eine logische, am Ende eine überraschende Erklärung für die vermeintlichen Wunder.

Dass das, was Peinköfer da im Roman als Hintergrund für die mittelalterliche Priesterkönig-Legende entwickelt, wird so mit den historischen Tatsachen wahrscheinlich auch nicht übereinstimmen. Aber: So könnte es gewesen sein. Und viel größere Ansprüche an einen Roman, der sich den Legenden des Mittelalters widmet, kann man eigentlich nicht stellen.

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