Internationale Solidarität: Es lebe die Allianz!

Ersteintrag: 2006-06-26 – 14:18:22

Erinnert sich noch wer an Karl Liebknecht? Und an Rosa Luxemburg? Das waren die, die anno 1914 dem Kaiser seine Kriegskredite für den ersten Völkermord verweigerten. Und die daraufhin vom Kaiser und allen anderen vaterländischen Hurra-Schreiern als „Vaterlandslose Gesellen“ tituliert werden.

Liebknecht und Luxemburg hat das nicht gestört; die wussten als gute Revolutionäre noch: Der Proletarier hat kein Vaterland…

„Vaterlandslose Gesellen“ – seit Liebknecht und Luxemburg sollte das für jeden Internationalisten doch als Ehrentitel gelten.

Und das Kapital hat eben auch kein „Vaterland“! Das Kapital ist ethnisch wertfrei, steht über (und gegen) allem National-Gedöns.

Wenn also der Allianz-Konzern trotz Milliarden-Gewinnen in Deutschland 5000 Stellen kappt, dann geht es schlicht um simple Zahlen, um Kostenfaktor, Standort-Vorteil. Wahrhaft ohne jede Diskrimininierung: Hier wird niemand wegen seiner Herkunft bevorzugt oder benachteiligt.

Oder wäre es unseren neonationalistischen Gewerkschaftsbossen, die nun die Allianz-Vorstände als „Vaterlandslose Gesellen“ bezichtigen, lieber gewesen, die Jobs würden etwa in Mexiko abgebaut? Wo dann aber keine soziale Hängematte auf die Entlassenen wartet… Da praktiziert die Allianz doch regelrecht globale Gerechtigkeit!

Man muss mit dem Allianz-Vorstand wahrhaft nicht übereinstimmen. Aber allein dafür, dass er nun von Hurra-Patrioten zum „vaterlandslosen Gesellen“ erklärt wird, verdient er die uneingeschränkte Solidariät jedes echten Linken.

Ein Hoch auf Internationalismus und Globalisierung! Ein Hoch auf die Allianz!


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