Lobe nie die Nazis – jedenfalls nicht direkt


Schön blöd, dieses Plappermäulchen Eva Herman: Lobt das Mutterbild von Hitler, Goebbels und Co. – und wundert sich nun wahrscheinlich, dass es das wohl war mit der Karriere beim Fernsehen. Offensichtlich hat die Ex-Miss-Tagesschau wohl eine Grundregel der Political Correctness in diesem Lande nicht begriffen: Lobe nie die Nazis, jedenfalls nicht direkt!

In der Tat: Wäre jeder positive Bezug auf nationalsozialistisches Gedankengut (in der Regel ist hierzulande selbst dieser Begriff verpönt, in Gutmenschen-Kreisen spricht man ja lieber vom Faschismus) tatsächlich absolut tabu, stände es um die politische Kultur um einiges besser. Darum auch richtig: Raus mit Eva Braun, der Hermanschen.

Nur leider ist das alles nicht sehr konsequent: Denn natürlich darf man sich in Deutschland ganz positiv auf nationalsozialistische Ideen beziehen, solange man die Nationalsozialisten nur nicht als die wesentlichen Urheber und Verfechter dieser Ideen benennt. Deshalb kam ja Lafontaine bei seiner Fremdarbeiter-Entgleisung mit einem blauen Auge davon, darf seine Göttergattin ganz ähnliches wie Eva fabulieren und für die „Linke“ ist das nur ein Meinungsstreit.

Und „Anti-Heuschrecken-Kampagen“ (natürlich gegen „ausländisches“ Kapital, niemals gegen „deutsches“) bedienen sich ganz selbstverständlich aus dem alten Stürmer, ohne dass das wen erregt.

Wie sagte doch schon Marine-Richter Filbinger (auch das natürlich kein Nationalsozialist, wie wir von Herrn Oettinger gelernt haben) so treffend: Was früher Recht war, kann heute nicht Unrecht sein oder so ähnlich…

Obwohl: Damit hätte er heute auch an einem Tabu gekratzt.

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