Gebt den Reichsbürgern, was der Reichsbürger ist: Erkennen wir sie an – mit allen Konsequenzen

Im Grundgesetz ganz klar geregelt: Keinem Bundesbürger darf gegen seinen Willen die Staatsbürgerschaft aberkannt werden. Aber: Gibt uns das das Recht, die Staatsbürgerschaft auch denen aufzuzwingen, die sie überhaupt nicht wollen? Dürfen Menschen, die die Bundesrepublik und ihre Gesetze gar nicht anerkennen, gezwungen werden, nach diesen Gesetzen und Verordnungen zu leben? Das sind Fragen, die sich angesichts der Reichsbürger-Corona-Demos durchaus stellen. Ich denke, wir sollen tolerant sein. Also: Geben wir den Reichsbürgern zumindest einen Teil von dem, was sie begehren: Erkennen wir ihre Reichs-Staatsbürgerschaft doch einfach an – allerdings mit allen Konsequenzen. Das führt zwar nicht zur „Ausbürgerung“, unter Umständen aber zum Hausverbot. Denn dass die „BRD GmbH“ das für ihr Grundstück aussprechen kann, sollte auch in der krudesten Reichsbürger-Logik nachvollziehbar sein.

Eigentlich liegen die Dinge auf der Hand: Für die Reichsbürger ist die Bundesrepublik Deutschland kein Staat, sondern eine Firma, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Da ist es auch nur folgerichtig, wenn sich die BRD GmbH ihnen gegenüber wie eine Firma, wie eine GmbH verhält.

Und wer darf sich auf dem Gelände einer Firma aufhalten? Das sind natürlich die Eigentümer, die Mitarbeiter und selbstverständlich auch die Kunden. Doch ein Reichsbürger will ja keines davon sein. Aber, wir bleiben großzügig: Der Aufenthalt wird trotzdem vorläufig gestattet. Weil die BRD nun aber eine Firma ist, muss sie ja Gewinn erzielen, der Aufenthalt eines Reichsbürgers, Nutzung der vorhandenen Infrastruktur inbegriffen, zum Profit beitragen. Das heißt: Die BRD verlangt eine Miete, eine Nutzungsgebühr, oder wie immer der Reichsbürger das bezeichnen mag. Die müsste er, wir sind immer noch großzügig, nicht einmal in Euro zahlen. Goldmark des alten Deutschen Reiches würden ebenfalls akzeptiert (erhältlich in allen Münzhandlungen). Zur Einschränkung muss man allerdings noch sagen: Auch die pünktliche Entrichtung der Miete bzw. Nutzungsgebühr befreit nicht von der Pflicht, sich an die Hausordnung und Geschäftsbedingungen zu halten. Gesetze hat eine GmbH zwar nicht, doch Geschäftsbedingungen sind für jede Firma unverzichtbar.

Was also tun, wenn ein Reichsbürger seine Gebühr nicht zahlt oder gegen die Geschäftsbedingungen verstößt? Dann tut unsere GmbH, was jede andere GmbH auch tun würde. Sie bricht die Geschäftsbeziehungen ab, erteilt dem Betreffenden für ihr Firmengelände Hausverbot. Notfalls muss die firmeneigene Security ihn noch bis vor das Werkstor bringen….

Ja, ich weiß: Unser Grundgesetz steht solcher Praxis ganz und gar entgegen. Aber vielleicht kann man einem Reichsbürger, wenn man mal an einen gerät, so in simplen Worten erläutern, was mit ihm passieren könnte, wäre die BRD wirklich nur eine GmbH.

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