bookmark_borderVielfalt? Aber bitte ohne Juden! Über den versteckten Antisemitismus identitärer „Diversitätsstrategien“

Kein Zweifel: Die Koalitionsparteien des Berliner Rot-Rot-Grünen Senats sind über den Verdacht, dem Antisemitismus in irgendeiner Weise Vorschub leisten zu wollen, absolut erhaben. In Sachen Erinnerungskultur ist Berlin sogar geradezu fast vorbildlich. Stolpersteine für die von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Juden werden gepflegt, auch regelmäßig neue Gedenkstätten für die Opfer der NS-Herrschaft eingerichtet. Kommt es irgendwo in der Stadt zu antisemitischen Übergriffen, lassen die Solidaritätserklärungen nicht auf sich warten. Nur: Bei den diversen Diversitätsstrategien, mit denen die gesellschaftliche Vielfalt gefördert, diskriminierte Minderheiten „sichtbar“ gemacht und Repräsentanten dieser Minderheiten in gesellschaftliche Prozesse einbezogen werden sollen, kommen Juden (Achtung: das gilt auch für Jüdinnen) nicht vor. Das sollte nicht verwundern. Die Identitätspolitik, die diesen Diversitätsstrategien zugrunde liegt, hat schließlich auch ihre antisemitische, ihre antijüdische Seite – so wie alle Ideologien, die das Kollektiv, auf Neudeutsch „Community“, über das Individuum stellen. Continue reading „Vielfalt? Aber bitte ohne Juden! Über den versteckten Antisemitismus identitärer „Diversitätsstrategien““